CT Interventionen

Was sind CT-gesteuerte Infiltrationen?
Der Einsatz der Computertomographie (CT) bei dieser Methode bedeutet neben erhöhter Sicherheit die Gewährleistung einer hohen Präzision bei jeder Behandlung. Die Computertomographie ist in der Lage, exakt Nerven, Blutgefäße und anderes Körpergewebe darzustellen. Auch die zur Therapie eingesetzten Instrumente sind exakt im Bild zu erkennen und zu kontrollieren.

Epidurale und Periradikuläre Therapien

Mit der CT-gesteuerten epiduralen und periradikulären Therapie kann man schmerzstillende Medikamente (Lokalanästhetika) und entzündungshemmende Substanzen (Corticosteroide) durch eine dünne Nadel exakt an die durch Bandscheibenprotrusionen oder Prolaps entzündlich alterierten Nervenwurzeln applizieren. Auch bei einer knöchernen Enge des Spinalkanales und bei engen Nervenwurzellöchern wird dieses Verfahren eingesetzt.

Die entsprechende Nervenwurzel kann durch die CT exakt lokalisiert werden. Die Injektion des Medikaments kann dann unter Sichtkontrolle an den gewünschten Wirkort erfolgen. Durch den direkten Kontakt des Medikamentes mit dem Nerven kommt es zu einer optimalen Wirkungsentfaltung an der gewünschten Lokalisation. Der Eingriff ist schmerzarm, dauert nur einige Minuten und kann eine dauerhafte Wirkung entfalten. Zur langfristigen Reduktion der Beschwerden sind oft mehrere Injektionen notwendig, die im Abstand von 4-6 Wochen durchgeführt werden können.

Wir bitten Sie, vor dem Eingriff das Patienteninformationsblatt aufmerksam durchzulesen und unterschrieben mitzubringen.

Facettenblockade (Infiltration der Zwischenwirbelgelenke)
Eine Variante dieser Behandlungsmethode ist die Facettenblockade. Spondylarthrosen, also degenerative knöcherne Veränderungen der kleinen Wirbelgelenke, sind eine häufige Ursache von chronischen Schmerzen im Lumbalbereich. Die Punktions-nadel für die Verabreichung der Wirksub-stanzen liegt hier den Wirbelgelenken (Facettengelenken) an. Beide Methoden können auch erfolgreich kombiniert werden. In einem hohen Prozentsatz kommt es zu einer wesentlichen und anhaltenden Besserung der Beschwerden, so dass krankengymnastische Therapieformen wieder eingesetzt werden können.

Gelenkinjektion
Unter CT-Steuerung kann die Injektionsnadel sicher im Gelenkspalt (hier im Hüftgelenk) platziert werden. Mit Kontrastmittel (im Bild blau) wird sichergestellt, dass das Medikament den Zielort sicher erreicht.