Computertomographie

Was ist eine Computertomographie?
Die Computertomographie (CT) ist ein radiologisches Schnittbildverfahren, bei dem eine Röntgenröhre senkrecht zur Körperlängsachse rotiert, der Körper wird dabei schichtweise abgetastet. Von einem gegenüberliegenden Empfängersystem wird die Schwächung der Röntgenstrahlen gemessen, ein nachgeschaltetes Computersystem berechnet hieraus Querschnittsbilder des Körpers in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung.
In den letzten 10 Jahren haben technische Weiterentwicklungen dieses Diagnostikverfahren erheblich verbessert. Die Einführung der Multi-Detektor-CT (MSCT) führte zu einer deutlichen Verkürzung der Untersuchungszeiten und der Möglichkeit, alle Abschnitte des menschlichen Körpers komplett und lückenlos darzustellen. Dabei werden aus den digitalen Daten am Computer Bilder erstellt, die beliebige Ansichten des Körpers in allen Ebenen und in hoher räumlicher Auflösung erlauben.

So konnte zum Beispiel die Untersuchungszeit des Bauch- oder Brustraumes von ca. 10 Minuten an einem herkömmlichen CT-Gerät (Sequenz-Scanner) auf ca. 10 – 20 Sekunden (Multi-Detector-CT) verkürzt werden.

Unsere Praxis verfügt über ein LightSpeed 16 (GE Medical Systems), das den Vorteil von sehr kurzen Erfassungszeiten mit einer herausragenden Bildqualität kombiniert und damit das Tor zu besseren und neuen CT-Anwendungen eröffnet. Die multiplanaren Rekonstruktionen kombiniert mit einer dreidimensionalen Darstellung, erleichtern die Analysen und präzisieren die Diagnosestellung.

Hierdurch entstehen neue Anwendungsmöglichkeiten, wie z.B. die CT-Angiographie (Untersuchung der Gefässe) und die CT-Colonographie (Untersuchung des Dickdarms).

Anwendungsmöglichkeiten:

  • Die Computertomographie kann sehr genaue, überlagerungsfreie Bilder der verschiedenen Organe herstellen wie z.B. der Nasennebenhöhlen, des Gehirns, der Leber, der Bauchspeicheldrüse, der Lymphknoten, der Nieren und auch der Lunge. Damit lassen sich Ort und Ausdehnung eines Krankheitsherdes gut bestimmen.
  • Die Computertomographie eignet sich auch für die Untersuchung der Knochen und Wirbelsäule, dafür insbesondere für die Diagnose der Bandscheibenleiden.

Vorbereitung:
Ausser bei Untersuchungen der Wirbelsäule, des Bewegungsapparates oder der Gelenke müssen die Patienten für die Untersuchung nüchtern sein (4 bis 6 Stunden vorher nichts essen, nichts trinken, nicht rauchen). Bei gewissen Fragestellungen wird ein Kontrastmittel in die Armvene gespritzt Vor CT-Untersuchungen mit Kontrastmittel werden die Patienten/-innen von uns abgeklärt.

Bei Untersuchungen der Wirbelsäule, des Bewegungsapparates oder der Gelenke braucht es dagegen keine spezifische Vorbereitung.

Bei Untersuchungen des Bauchraumes oder des Beckens müssen die Darmschlingen von anderen Organen gut abgegrenzt sein. Zu diesem Zweck bekommen die Patienten/-innen ca. eine Stunde vor der Untersuchung ein stark verdünntes Kontrastmittel zu trinken. Die Durchführung eines kleinen Kontrastmitteleinlaufes vor der Untersuchung kann eventuell notwendig sein.