HELP/FAQ


1. Allgemeinradiologie
2. Ultraschall
3. Mammographie
4. Feinnadel-Punktion (FNP)
5. Computertomographie (CT)

 

1. Allgemeinradiologie

Wer wird mich untersuchen?

Die Untersuchungen werden von qualifizierten, gut ausgebildeten MTRA (medizinisch technische Röntgen-AssistentInnen) (www.svmtra.ch) durchgeführt, wodurch eine hohe Qualität der Untersuchung erreicht wird. Anschließend erfolgt die Befunderhebung durch den Radiologen, der auf das jeweilige Fachgebiet spezialisiert ist. Ultraschall-Untersuchungen werden von den Fachärzten selbst vorgenommen.

Natürlich erfolgt an allen Arbeitsplätzen eine ständige Qualitätskontrolle. Diese Qualitätsstandards werden regelmässig nach den Vorgaben der Röntgen-Verordnung und den Leitlinien der BAG (Bundesamt für Gesundheitswesen) überwacht. Top

Wie kommt der Befund zu meinem Arzt?
Die Besprechung der Untersuchungsergebnisse bei ambulanten Patienten erfolgt durch Ihren überweisenden Arzt. Die Befunde liegen dort in der Regel am nächsten Tag vor, in dringenden Fällen kann auch ein Sofortbefund mitgegeben werden. Top

Muss ich lange warten, obwohl ich einen Termin habe?

Wir bemühen uns immer, die Termine einzuhalten und die Wartezeiten so gering wie möglich zu halten. Es kann aber vorkommen, dass Notfalluntersuchungen nötig sind, die dann auch sofort durchgeführt werden müssen. Wir können in diesen Fällen nur um Ihr Verständnis bitten und hoffen, dass die ausliegenden Zeitschriften in unserer Praxis die Wartezeit nicht zu lang werden lassen. Top

Warum muss eigentlich diese Untersuchung durchgeführt werden?

Die Notwendigkeit jeder Untersuchung legt Ihr behandelnder Arzt fest. Es ist deshalb wichtig, diesen gleich anzusprechen, wenn Sie Zweifel bzgl. der Notwendigkeit der Untersuchung haben oder eine ähnliche Untersuchung vor Kurzem erst durchgeführt wurde. Top

Brauche ich einen Überweisungsbeleg?

Patienten sollten für Röntgenuntersuchungen von einem Hausarzt oder einem Spezialarzt überwiesen werden, da sich viele Untersuchungen an der jeweiligen Fragestellung orientieren und es sehr schwierig werden kann, ohne Fragestellung zu untersuchen. Top

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Jede Untersuchung mit Röntgenstrahlen stellt eine Strahlenbelastung dar. Deswegen sollten überflüssige Untersuchungen vermieden werden. Aber viele Erkrankungen lassen sich nur mit diesen Untersuchungsmethoden erkennen. Die heutigen modernen Röntgengeräte können die Strahlenbelastung so weit verringern, dass bei einer einfachen Röntgenuntersuchung (z.B. Lungenaufnahme) die Strahlenbelastung der Dosis entspricht, die man auf einem Hin- und Rückflug nach Amerika oder nach einem Tag Aufenthalt in 3000m Höhe aufnimmt. Sie sollten die/der MTRA informieren, wenn bei Ihnen eine Schwangerschaft besteht oder möglich ist, da dann die Notwendigkeit der Untersuchung besonders sorgfältig überlegt werden muss. Top

Wann sollte das Auto zu Hause bleiben?
Bestimmte Medikamente führen zu einer Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit. Dazu zählt z.B. Buscopan, welches bei einigen Untersuchungen des Verdauungstraktes gegeben wird. Auch bei anderen Untersuchungen, wie z.B. der Wirbelsäulen-Infiltrationen oder bei der Biopsie sollten Sie sich abholen lassen. Top

Muss ich meine Medikamente absetzen?
In der Regel können Sie ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen. Es gibt aber Ausnahmen, wie z.B. bestimmte Tabletten (Aspirin und andere gerinnungshemmenden Medikamente). Diese müssen  bei bestimmten Untersuchungen 3 Tage vorher abgesetzt werden. Es können hier aber nicht alle Beispiele aufgezählt werden. Deshalb sollten Sie bei der Terminvereinbarung fragen, ob Sie ihre Medikamente ganz normal weiter einnehmen können. Sie werden von uns über allfällige Allergien oder Nierenerkrankungen befragt, bevor Sie eine Untersuchung mit jodhaltigem Kontrastmittel erhalten. Top


2. Ultraschall

Gibt es Organe, die mit dem Ultraschall nicht untersucht werden können?

Lufthaltige Organe wie der Magen-Darmtrakt oder die Lungen sind dem Ultraschall nur teilweise zugänglich. Knöcherne Strukturen führen zu einer vollständigen Reflexion der Schallwellen, dahinterliegende Organe sind somit nicht darstellbar. In diesen Fällen werden andere diagnostische Verfahren (z.B. Schnittbildgebung oder Endoskopie) eingesetzt. Top

Ist Ultraschall schädlich für den Körper?

Eine Strahlenbelastung wie bei der Röntgendiagnostik tritt bei der Ultraschalluntersuchung nicht auf. Eine schädigende Wirkung auf des Gewebes ist nach heutigem Kenntnisstand nicht zu erwarten. Top

Ist die ultraschallgesteuerte Gewebsentnahme sehr schmerzhaft?

Die Punktionen werden - wenn nötig - in örtlicher Betäubung durchgeführt und sind, ähnlich wie beim Zahnarzt, in aller Regel allenfalls mit geringen Schmerzen verbunden. Top

Kontraindikationen (wann darf nicht punktiert werden?)
Bei schweren Störungen der Blutgerinnung muss in manchen Fällen auf die Biopsie verzichtet werden. Weiterhin gibt es Lokalisationen, die der Biopsie durch die Haut nur unter großem Risiko zugänglich sind. In diesen Fällen kann eine operative Gewebeentnahme erforderlich werden. Top

3. Mammographie

Wird durch die Strahlenbelastung resp. das Strahlenrisiko Brustkrebs erzeugt?

Eine regelmäßige mammographische Früherkennung ist sehr empfehlenswert, da Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung von Frauen bis zum 70. und die häufigste Todesursache von Frauen bis zum 50. Lebensjahr darstellt. Etwa 10% aller Frauen in Europa müssen damit rechnen, im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken. Würden 1 Mio. Frauen jährlich ab dem 40. Lebensjahr mammographiert, so nimmt das "natürliche" Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, von 10% auf 10,02% zu, d.h. statt 100.000 Frauen erkranken 100.200. Das "natürliche" Risiko ist also, gemessen an dem Risiko, durch die Strahlenbelastung Brustkrebs zu bekommen, ungleich größer. Zudem besteht die Möglichkeit, dass ein durch die Strahlenbelastung erzeugtes Karzinom mammographisch früher entdeckt und damit rechtzeitig einer Behandlung zugeführt wird. Große Studien in Nordamerika, in den skandinavischen Ländern, in England und den Niederlanden haben gezeigt, dass durch regelmäßige Mammographie-Untersuchungen die Brustkrebssterblichkeit um 30 % verringert werden kann. Top

Werden die Untersuchungen überall technisch einwandfrei durchgeführt?
Alle in der Schweiz vorhandenen Mammographiegeräte sind zugelassen und werden behördlich überprüft. Auch die Mammographiefilme werden hinsichtlich ihrer Qualität täglich überprüft und jährlich von unabhängigen Gutachtern kontrolliert. Trotzdem können sowohl am Röntgengerät, bei der Filmentwicklung, bei der Einstelltechnik und bei der Befundung Fehler auftreten, so dass das Institut bzw. die Praxis, in der die Untersuchung durchgeführt werden soll, ausreichend Erfahrung haben sollte. Top

Wie sicher ist mit der Mammographie Brustkrebs zu erkennen?
Auch bei optimaler Aufnahmetechnik und großer Erfahrung der befundenden Ärzte (Doppelbefundung: „4 Augen sehen besser“) muss damit gerechnet werden, dass in über 10% Brustkrebs mit der Mammographie nicht erkannt werden kann. Das ist auf die Beschaffenheit des Drüsenkörpers bzw. die spezielle Wachstumsform bestimmter Brustkrebserkrankungen zurückzuführen. Um die diagnostische Sicherheit diesbezüglich zu erhöhen, sollte deswegen bei jeder Frau mit mammographisch relativ dichtem Brustgewebe im Anschluss eine Sonographie (Ultraschall) der Brust durchgeführt werden. Top

Kann die Mammographie durch andere Untersuchungsverfahren ersetzt werden?

Die Mammographie kann weder zur Abklärung eines Tastbefundes noch in der Früherkennung durch andere Untersuchungsverfahren wie z.B. Ultraschall oder Magnetresonanztomographie ersetzt werden. Die bei mehr als der Hälfte der Brustkrebserkrankungen auftretenden feinsten Verkalkungen (sog. Mikroverkalkungen) sind weder mit dem Ultraschall noch mit der Magnetresonanztomographie nachzuweisen. Beide Verfahren können nur zusätzlich zur Röntgenmammographie eingesetzt werden, um z.B. tastbare Knoten oder aber mammographisch unklare Veränderungen weiter abzuklären. Auch wenn mit dem Ultraschall und der Magnetresonanztomographie Brustkrebserkrankungen nachgewiesen werden können, die mit der Mammographie nicht zu erkennen sind, gibt es bislang keine Studienergebnisse, die zeigen konnten, dass mit einem der beiden Verfahren eine Früherkennung möglich ist. Top
Wird durch die Kompression bei der Mammographie Brustkrebs erzeugt oder werden Tumorzellen verschleppt?
Hierzu gibt es eine Vielzahl von Untersuchungen. Keine dieser Untersuchungen konnte bislang zeigen, dass durch die Kompression Brustkrebs erzeugt wird, Tumorzellen verschleppt werden oder sonstige Schäden an der Brust entstehen.

Ist bei unklarem Befund eine Probeentnahme durch den Chirurgen notwendig?
In der überwiegenden Mehrzahl kann heute bei unklarem oder verdächtigem Befund ambulant Gewebe entnommen werden und so der feingeweblichen Untersuchung durch den Pathologen zugeführt werden. Der pathologische Befund liegt innerhalb von Tagen vor. Ein stationärer Aufenthalt in der Klinik ist in der Regel nur noch dann notwendig, wenn bei der feingeweblichen Untersuchung Brustkrebs festgestellt wird. Störende Narben werden somit bei der Gewebeentnahme vermieden.

Ist die alleinige Mammasonographie (Ultraschall) zur Früherkennung ausreichend?

Die alleinige Mammasonographie ist zur Früherkennung nicht ausreichend. Über die Hälfte aller Brustkrebserkrankungen sind in den Frühstadien mammographisch an kleinen Verkalkungen zu erkennen. Diese sind mit der Ultraschall-Untersuchung nicht eindeutig nachzuweisen.

Gibt es bei der Mammasonographie eine Strahlenbelastung oder schädigende Wirkung?

Eine Strahlenbelastung tritt bei der Ultraschalluntersuchung nicht auf. Eine schädigende Wirkung auf das Gewebe durch Ultraschall ist nicht nachgewiesen.

4. Feinnadel-Punktion (FNP)

Ist die FNP sehr schmerzhaft?

Die FNP werden in örtlicher Betäubung durchgeführt und sind, ähnlich wie beim Zahnarzt, allenfalls mit geringen Schmerzen verbunden. Top

Wie sicher ist das histologische Ergebnis?
Wird eine ausreichende Gewebemenge gewonnen, so ist die Sicherheit der histologischen Diagnose mit der einer chirurgischen Operation vergleichbar.

Werden durch die Punktion eines Knotens Zellen verschleppt oder sogar "schlafende Hunde" geweckt?

Die heute üblichen Materialien sind sehr glatt und scharf, sodass eine Zellverschleppung nicht zu befürchten ist. Auf jeden Fall ist davon auszugehen, dass eine mögliche Verschleppung von bösartigen Zellen im Rahmen einer Nadelbiopsie nicht zu Ausbildung von Tochtergeschwülsten führt. Durch die Nadelbiopsie ändert sich auch das biologische Verhalten von Zellen nicht. Ein gutartiger Knoten wird durch die Biopsie nicht bösartig. Top

Kann bei bösartigen Knoten die Nadelbiopsie eine Operation ersetzen?
Sowohl die Hochgeschwindigkeitsstanze als auch die Vakuumbiopsie sind rein diagnostische Maßnahmen. Durch diese Methoden wird die Diagnose schlussendlich gesichert. Bei bösartigen Veränderungen des Gewebes muss also immer zusätzlich eine Operation angeschlossen werde. Top

5. Computertomographie (CT)

Was ist der Unterschied zwischen Computertomographie (CT) und Kernspintomographie bzw. Magnetresonanztomographie (MRT)?

Der wesentliche Unterschied der beiden Verfahren beruht auf der unterschiedlichen Art der Bildgewinnung. Bei der CT werden zur Bildgewinnung Röntgenstrahlen eingesetzt, welche durch Computerberechnung Schnittbilder der untersuchten Körperregion ergeben. Bei der MRT werden ebenfalls Schnittbilder der untersuchten Körperregion gewonnen, wobei die hierzu notwendigen Bilddaten nicht durch Röntgenstrahlen, sondern durch ein starkes Magnetfeld und die Benutzung von elektromagnetischen Wellen ("Radiowellen") gewonnen werden. Näheres siehe auch CT-Untersuchung. Top

Ist eine Vorbereitung für die Untersuchung notwendig bzw. muß ich nüchtern zur Untersuchung kommen?
Dies hängt ebenfalls von der geplanten Untersuchung ab. Bei Untersuchungen mit eventueller Kontrastmittelgabe empfehlen wir ca. 2-3 Stunden Nahrungskarenz vor der Untersuchung, da es bei der Kontrastmittelgabe zu gelegentlicher Übelkeit und Erbrechen kommen kann. Top

Ist die Fahrtüchtigkeit nach der Untersuchung beeinträchtigt?
In der Regel sowohl nach der Computertomographie als auch nach der Kernspintomographie nicht. Nur wenn auf Grund einer Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen) oder einer Kontrastmittelunverträglichkeit eine zusätzliche Medikamentengabe notwendig wurde, ist die Fahrtüchtigkeit durch diese Medikamente nicht mehr gegeben. Top


Wie bereite ich meinen Patienten auf die CT Untersuchung vor?
Alle Patienten werden vor der CT über ihre Untersuchung ausführlich informiert und nach möglichen Kontraindikationen befragt. Sie können uns dabei unterstützen, indem Sie ihn schon vorab auf folgendes hinweisen: " Wenn Ihr Patient Aufnahmen früherer Untersuchungen (auch Röntgenbilder) haben, soll er diese bitte mitbringen. " bei Untersuchungen des Kopfes und des Halses: Schmuck, Haarspangen, Brille, Hörgerät und Zahnprothese bitte ablegen oder gleich zu Hause lassen " bei Untersuchungen der Bauchregion: Wir informieren Sie gerne, wie viele Stunden vor der Untersuchung Ihr Patient keine Nahrung mehr zu sich nehmen sollte " wenn ein Kontrastmittel verwendet wird: Weisen Sie Ihren Patienten darauf hin, ein bis zwei Stunden vor und nach der Untersuchung ausreichende Mengen an Flüssigkeit zu trinken " Fragen Sie Ihren Patienten, ob er früher schon eine allergische Reaktion auf Kontrastmittel, Jod oder Schalentiere hatte oder ob er unter Asthma leidet " Teilen Sie bitte dem Radiologen oder seinen Mitarbeitern mit, wenn Ihr Patient Diabetes hat und/oder Medikamente nimmt. Top