Allgemeines zu FNP und Biopsie


Was ist eine FNP/Biopsie?

Eine Gewebsentnahme durch eine Feinnadelpunktion (FNP) oder eine Biopsie kann unter Ultraschallkontrolle, unter Computertomographie-Kontrolle oder unter Durchleuchtung durchgeführt werden. Um Gewebematerial zu gewinnen, wird eine Hohlnadel nach örtlicher Betäubung in den Krankheitsherd eingeführt und Flüssigkeit oder Gewebe für eine Untersuchung entnommen. Am Fernsehschirm kann die präzise Führung der Nadel verfolgt werden. Je nach Ort der Einstichstelle kann der Eingriff auch ohne eine Betäubung durchgeführt werden. Der Stich der Betäubungsnadel oder der Stich für die Punktion selbst sind jedoch nur leicht schmerzhaft.

Risikofreiheit kann grundsätzlich bei keinem medizinischen Eingriff garantiert werden. Je nach dem Ort der Einstichstelle kann eine Nachkontrolle angezeigt sein. Ernsthafte Komplikationen wie Blutung, Infektion oder Verletzung von Organen sind jedoch extrem selten.

Schmerzen nach der Punktion sind in der Regel höchstens geringfügig. Nach Punktionen im Brustraum ist meist eine Lungen-Röntgenaufnahme notwendig Eine Luftansammlung im Brustfellraum ist nach Lungenpunktionen gelegentlich unvermeidlich und macht dann eine weitere Behandlung notwendig. In 80-90% aller Punktionen ist eine Diagnose bezüglich Zelltyp bzw. Krankheitserreger möglich.

Das Resultat der Untersuchung wird nicht unmittelbar zur Verfügung stehen, sondern im Labor analysiert; das Resultat wird Ihnen daher später vom behandelnden Arzt mitgeteilt.

Anwendungsmöglichkeiten:
Wenn aufgrund der bisher durchgeführten Untersuchungen eine genaue Krankheitserkennung noch nicht möglich ist, kann die Entnahme eine Gewebsprobe der einfachste und schnellste Weg für eine präzise Diagnose sein.


Vorbereitung:
Bei Punktionen der Bauchorganen oder des Bustraumes sollte der Patient am Tag der Untersuchung nüchtern bleiben. Frühere Röntgenbilder und andere Aufnahmen müssen mitgebracht werden. Gerinnungshemmende Mittel müssen kurzfristig abgesetzt oder durch besser geeignete Präparate ersetzt werden, um das Blutungsrisiko zu verringern.