MRI der Muskeln, Sehnen, des Skeletts- und der Gelenke

Das MRI eignet sich hervorragend für die Darstellung der muskuloskelettalen Strukturen, insbesondere der Gelenke. So gehören die Kniegelenke, die Schultergelenke, die Sprunggelenke und die Handgelenke zu den am meisten untersuchten Körperteilen im MRI. Meistens braucht es dafür nicht einmal Kontrastmittel, da die primäre MRI-Bildgebung schon einen excellenten Weichteilkontrast bietet. Beim Schultergelenk und beim Hüftgelenk wird jedoch häufig intraartikulär (d. h. in das Gelenk) Kontrastmittel gespritzt (Artirem, Guerbet, Roissy, France). Diese Flüssigkeit wird durch die Gelenkkapsel in wenigen Stunden fast vollständig resorbiert und via Urin wieder ausgeschieden. Typische Fragestellungen sind Bandverletzungen, Knorpelschäden, Meniskusrisse, im Röntgen nicht sichtbare Knochenveränderungen, Zysten, Ganglien und dergleichen. Auch vaskuläre Pathologien wie Durchblutungsstörungen oder Knochenmarkinfarkte (bzw. avaskuläre Nekrosen) sind schon im Frühstadium gut erkennbar.

Für eine Gelenkuntersuchung im MRI müssen Sie sich nicht speziell vorbereiten. Meistens wird eine speziell für ein Gelenk konzipierte Spule gebraucht und nur der zu untersuchunde Körperteil wird im Isozentrum der Röhre plaziert. Am besten kommen Sie mit leichten Kleidern ohne Metalleinlagen, sodass Sie sich kaum umzuziehen brauchen.

Metallimplantate in Gelenken sind grundsätzlich keine Kontraindikationen für eine MRI Untersuchung. Mit unserem 1.5 T Gerät sind wir sogar speziell gut ausgerüstet, um sogar metallhaltige Gelenke zu untersuchen. Gelegentlich kann sich das Metall erwärmen. Dann muss die Untersuchung abgebrochen werden und eine alternative Methode (z. B. CT-Arthographie) durchgeführt werden.